tinah

sehr aktives Mitglied
 

Dabei seit: 15.07.2003
Beiträge: 877
Ihr System: Firefox
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| Love Parade und Verantwortung |
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Auch wenn wir hier wohl kaum zur Zielgruppe der Love Parade gehören, so dürften alle mitbekommen haben, was dort passiert ist.
Ich war heilfroh, als ich davon erfuhr (noch während die Verletzten in umliegende Krankenhäuser, u. a. auch in die Uni Düsseldorf, gefahren wurden), dass mein Sohn dieses Jahr nicht dort war. Meine Panik möcht ich mir gar nicht vorstellen (zumal ich zu diesem Zeitpunkt mit meiner Tochter in der Klinik war, Verdacht auf Blinddarmentzündung).
Was mich wütend macht sind die heute gezeigten Pressemitteilungen der Verantwortlichen:
Nein, es gab kein Sicherheitsproblem.
Nein, es war alles gut geplant und organisiert.
Nein, ich sage nichts näher zu den Vorfällen, ich muss meine Mitarbeiter schützen.
Wo bleibt die Übernahme von Verantwortung. Das Eingestehen von Fehlern?
Klar ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft - aber mir scheint, dass das Tragen von Verantwortung, nicht nur in diesem tragischen Fall, nicht mehr das Übliche ist (wie ich meinen Kindern ein Verantwortungsbewusstsein vermitteln soll, wenn es außer von mir und einigen anderen Personen im persönlichen Umfeld, kaum noch vorgelebt wird, vor allem nicht in gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, sozialen und politischen Umfeldern, das sollen mir die "hohen Herren und Damen" mal erklären).
Ich trauere - um die Opfer
und bete um Beistand für die Familien und Freunde
__________________ die Sonne scheint auch hinter Wolken
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25.07.2010 20:04 |
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chris2000

sehr aktives Mitglied
 

Dabei seit: 17.08.2003
Beiträge: 964
Ich komme aus: dem Münsterland,geb.im Rheinld. Ihr System: WIN XP
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| RE: Love Parade und Verantwortung |
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Wem nützt überhaupt so eine Love-parade???? Event heisst das Zauberwort heutzutage, je grösser desto besser. Viele Menschen lassen machen, statt selbst etwas zu tun.
Love-Parade - Liebesparade. Wo ist da was von Liebe, wenn Hunderttausende sich grölend durch eine enge Innenstadt schieben, wenn der Alkohol die Gehirne vernebelt, wo ist da was von Liebe ????
Ich bin so erschüttert über dieses Unglück, das fast hier um die Ecke passiert ist.
Und ich hasse solche Veranstaltungen, an der die Städte verdienen wollen.
Auch ich bete für die Seelen und für die armen Hinterbliebenen.
LG
Chris
__________________ Wem der grosse Wurf gelungen,
eines Freundes Freund zu sein....
(Schiller aus "an die Freude")
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25.07.2010 21:42 |
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Monika1974

sehr aktives Mitglied
 

Dabei seit: 23.07.2007
Beiträge: 326
Ich komme aus: Hamburg Ihr System: WIN XP
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Es ist schwer, zu diesem fürchterlichen Ereigenis etwas zu sagen. Was mich sehr erschüttert hat, waren einige Interviews von Leuten, die das Unglück unmittelbar erlebt hatten und eigentlich emotionslos - ja fast grinsend - darüber berichtet haben. Daß die Love Parade nicht sofort abgebrochen wurde, kann ich noch nachvollziehen, aber dass nach 6 Stunden immer noch Techno-Gedröhne zu hören war, ist für mich schwer verständlich. Menschen sind gestorben, die einfach nur Spaß haben wollten. Man kann darüber spekulieren, ob viel Alkohol oder Drogen konsumiert wurden. Aber das passiert auch bei normalen Konzerten. Es ist unvorstellbar, daß nicht im Vorfeld daran gedacht wurde, daß diese Masse von Menschen gerade im Tunnel gefährdet sind. Andererseits ist mir unvorstellbar, daß Hilfskräfte durch diese - friedlichen - Menschen bedroht wurden und an der Ausübung ihrer Arbeit - nämlich Menschenleben zu retten - behindert wurden. Wo sollte man anfangen zu be- oder verurteilen? Gott stehe den Angehörigen bei. Sie haben einen schweren Weg vor sich.
Lieben Gruß Monika
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26.07.2010 00:59 |
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Puma
sehr aktives Mitglied
 

Dabei seit: 22.01.2007
Beiträge: 1.027
Ich komme aus: 51°08'45" N; 14°59'31" E Ihr System: ISDN
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Ich gebe euch allen in jedem Punkt Recht - es war eine furchtbare Tragödie und mir tun die Hinterbliebenen sehr leid.
Gestern abend sah ich im TV Handyaufnahmen von den Betroffenen, es war fürchterlich. Die Panik war aber nicht nur bei den Teilnehmern der 'Parade', sondern auch teilweise bei den Helfern.
Was mich aber richtig aufregt, ist das Verhalten der Verantwortlichen - niemand war richtig informiert und jeder schiebt die Verantwortung zum nächsten. Nicht mal die Notärzte wussten richtig Bescheid, weil sie aus dem ganzen Land kamen. Eine Notärztin wußte nicht einmal, in welchem Krankenhaus sie war.
Es war doch vorauszusehen, dass bei solch einer grossen Menschenmasse mitunter schon ein kleiner Anlass genügt, um eine Massenpanik auszulösen. Jedes Theater, Stadion usw. muß genügend Notausgänge haben, damit die Menschen sich retten können. In Bochum war die Veranstaltung abgesagt worden, weil die Sicherheit nicht gewährleistet werden konnte. In Duisburg war der Begriff 'Sicherheit' offenbar völlig unbekannt.
Ich denke, es wäre nur richtig, wenn jeder Verantwortliche jetzt zur Rechenschaft gezogen würde. Aber sicher werden wieder mal alle 'gute' Ausflüchte und Ausreden finden - schuldig werden wieder einmal die Opfer sein ...
Puma
__________________ In der Ruhe liegt die Kraft

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26.07.2010 14:13 |
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