ariost
neues Mitglied
Dabei seit: 23.01.2010
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| bis 2017 keine nennenswerte Rentenerhöhung |
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Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Rentenversicherung Bund, Alexander Gunkel, hat es verkündet: in den Jahren 2010 und 2011 wird es keine Rentenerhöhung geben. Frühestens in 2012 kann möglicherweise eine Mini-Erhöhung erfolgen. Und bis 2016 wird jedes Jahr die angeblich in 2009 verhinderte Rentenkürzung durch eine Verkürzung der möglichen Rentenerhöhungen um die Hälfte ausgeglichen.
Das heißt im Klartext: bis zum Jahre 2017 wird es für die deutschen Rentnerinnen und Rentner keine nennenswerte Rentenerhöhung geben. Dafür steigen die Preise, die Mieten und alle Abgaben, vor allen Dingen, wie jetzt bereits jetzt bekannt, die Krankenkassenbeiträge. Mit anderen Worten: jedes Jahr bis 2017 – und vielleicht auch länger - sinkt das Realeinkommen der Rentnerinnen und Rentner beträchtlich !!
Begründet werden die Rentenkürzungen von der Politik häufig damit, dass die für die Rentenanpassung maßgeblichen Löhne in 2009 gesunken sind und in 2010 voraussichtlich ebenfalls sinken werden.
Offenkundig haben die Politiker wieder einmal vergessen, was sie selbst beschlossen haben. Zumindest im öffentlichen Dienst kann von gesunkenen und sinkenden Gehältern und Löhnen überhaupt keine Rede sein. Neben einem einmaligen Sockelbetrag stiegen die Gehälter im öffentlichen Dienst am 1. März 2009 um 3,0 Prozent und steigen am 1. März 2010 nochmals um 1,2 Prozent. Daraus errechnet sich ein Gesamtvolumen von gut fünf Prozent.
Und am 15. Dezember 2009 hat die Bundestarifkommission für den öffentlichen Dienst (BTKöd) für 2010 ein Forderungspaket der Einkommenserhöhungen mit einem Gesamtvolumen von 5% beschlossen. Dies wird wahrscheinlich nicht völlig und ungekürzt realisiert, aber eine saftige Einkommenserhöhung im öffentlichen Dienst kann als sicher angenommen werden.
Bei den Beamten war und ist von einer realen Kürzung der Pensionen auch nie die Rede. Klar, der öffentliche Dienst und die Beamten sind eine besondere Kaste. Wenn sich der gewöhnliche, normale und ordinäre „Eckrenter“ etwa mit einem Beamten auf eine Stufe stellen will, grenzt dies schon an Majestätsbeleidigung. Dies kann und darf nicht sein !
Angesichts der dreistelligen Milliarden-Summen, die von den Politikern mit leichter Hand an Banken zum Ausgleich einer unglaublicher Misswirtschaft verteilt worden sind, hat auch das sogar zutreffende Argument von Geldmangel und notleidendem Staatshaushalt einen üblen Beigeschmack. Um nur ein Beispiel zu nennen: der Vorstandsvorsitzende der Münchener Bank Hypo Real Estate (HRE), der mehr als 100 Milliarden Euro durch geradezu wahnwitzige Spekulationen verbrannte, hat einen Altersgeldanspruch von 560 000 Euro im Jahr – macht 46 666 Euro im Monat ! Die Pensionszusagen für alle Vorstandsmitglieder belaufen sich nach den Geschäftsberichten der Bank auf 24,34 Millionen Euro! Diese Zahlungen werden alle aus Steuergeldern bestritten. Die Bank ist ja pleite und wird nur durch Zuschüsse aus Steuergeldern am Leben erhalten. Wen wundert es da noch, dass kein Geld für die kleinen Rentner übrig ist ?
Woher kommt es, dass die Rentner sozusagen das Stiefkind der Politik sind denen man ohne schlechtes Gewissen die Lebensgrundlagen kürzen kann ? Es ist wohl darauf zurückzuführen, dass Rentner nie protestieren. Rentner wählen treu und brav die Partei, die sie immer gewählt haben. Würden Rentner ihren Protest bei der nächsten Wahl mit dem Stimmzettel artikulieren, sähe manches anders aus. Aber leider wird man darauf wohl vergeblich hoffen.
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27.01.2010 20:54 |
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Klaus
sehr aktives Mitglied
 

Dabei seit: 15.07.2003
Beiträge: 261
Ihr System: Linux
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RE: bis 2017 keine nennenswerte Rentenerhöhung |
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Hallo Ariost,
da hast Du aber ein Thema angeschnitten, der Masse an Antworten nach zu urteilen, scheint wohl alles gesagt!
Eins hast Du nicht angesprochen: bei jeder Erhöhung, uns sei sie noch so knapp, bekommen die dicken Renten eine spürbare Erhöhung, auf die die kleinen Rentner nur neidisch sein können.
Hier mal eine dynamische Komponente einzuführen wäre wohl auch nicht schlecht.
Na dann...
Klaus
__________________ Wo ein Kopf ist, ist auch ein Brett nicht weit
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30.01.2010 10:29 |
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Isolde

Moderator
  
Dabei seit: 15.02.2007
Beiträge: 280
Ich komme aus: Feldafing
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Ein herzliches Willkommen im Forum, lieber Ariost! Es ist schön, dass Du Dich gleich mit einem so wichtigen Thema hier einbringst. Auf Antworten wirst Du sicher nicht lange warten müssen.
Liebe Grüße aus Bayern
__________________ Isolde
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27.01.2010 22:34 |
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Marliese37

sehr aktives Mitglied
 
Dabei seit: 25.07.2003
Beiträge: 636
Ihr System: WIN XP
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| Ich weiß, es ist ein ernstes Thema... |
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und jetzt egalisiere ich mit meiner Mundartreimerei vielleicht die Wichtigkeit dieses Themas. Aber wenn ich eine solche Ungerechtigkeit erfahre, kann ich mich nur mit einer Reimerei retten.
Dieser Text stammt aus einer Zeit, als sich die Landtagsabgeordneten wieder selbst bedienten.
Rentebscheid
Letscht kummt zu mir en Brief ens Haus,
i mach’en uff un les dodraus,
dass d Rentekass so freindlich war,
jetzt mir als Rentnerin sogar
em Munert oonerthalb Prozent
vun meiner Rente mehner gennt.
Mei Freindin meld’t sich un sie secht,
dass des bei ihre sou viel mecht,
dass mir em Munert ooimol mehner
zum Babble en e Cafè gehne.
Ooi Tässl Kaffee, ooi Stick Kuche
keed jedi vun uns Zwuu versuche.
„Halt“ sag i prompt druff un leg lous,
„bei mir longt die Erhöhung blouß
entwedder for e Tass’ Kaffee,
do brauch’ i net ens Cafè geh’
odder for e Stickl Kuche,
des konn i aa dehoom versuche“.
Heit hawwi en de Zeiting glese,
dass unser gwählte Londtagsgreeße,
sich zwaaiehalb Prozent verpasse.
I grigg en Zorn, mer sood sie schasse!
Bei denne dut’s, s isch net zum Lache,
hunnertzwelf (112) Eurone mache.
Un prompt fällt mir des Sprichwort ei(n),
die Wortwahl isch net grad so fei(n):
„Wonn uns der Deifl (Teufel) Geld zuweist,
er blouß uff grouße Haife schei…“
copyr/ MEKL
Es grüßt Euch Marliese aus dem Schreinerdorf
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30.01.2010 11:13 |
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Klaus
sehr aktives Mitglied
 

Dabei seit: 15.07.2003
Beiträge: 261
Ihr System: Linux
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| RE: Ich weiß, es ist ein ernstes Thema... |
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Siehst Du Marliese,
genau das habe ich gemeint:
Die einen können damit fein ausgehen,
die anderen drinken ihren Kaffee daheim,
weils zu mehr nicht reicht.
Übrigens: Schönes Mundart-Gedicht. Hut ab!
Klaus
__________________ Wo ein Kopf ist, ist auch ein Brett nicht weit
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30.01.2010 11:29 |
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Isolde

Moderator
  
Dabei seit: 15.02.2007
Beiträge: 280
Ich komme aus: Feldafing
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| Keine Rentenerhöhung - nur ein Geburtstagsgruß! |
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Lieber Klaus,
vielleicht erreichen Dich auf diesem Weg unsere Geburtstagsgrüße schneller. Wir wünschen Dir an erster Stelle Gesundheit, viel Zeit für Deine Hobbies und Dass Deine, sicher nicht unbescheidenen, Wünsche für das neue Lebensjahr in Erfüllung gehen. Feier noch schön - das schöne Wetter ist sicher noch ein zusätzlich schöner Rahmen für Deinen Geburtstag!
Liebe Grüße von
Frieder & Isolde
__________________ Isolde
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25.03.2010 16:34 |
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Marliese37

sehr aktives Mitglied
 
Dabei seit: 25.07.2003
Beiträge: 636
Ihr System: WIN XP
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gegenüber den Herrschaften mit ihrer Unfähigkeit Schamgefühl zu entwickeln einfach nur hilflos.
Mit einer Reimerei kann ich mir etwas Luft machen, weil meine Tageszeitung diese Reime mit Kusshand nimmt und veröffentlicht.
Die Zustimmung der Leser tut einfach gut.
Obwohl es letztendlich nix aber auch gar nix bringt.
Schönen Abend noch und Gruß von Marliese
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30.01.2010 17:20 |
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tinah

sehr aktives Mitglied
 

Dabei seit: 15.07.2003
Beiträge: 877
Ihr System: Firefox
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Ich find das mit den fehlenden Rentenerhöhungen auch nicht gut. Aber der Vergleich mit dem Öffentlichen Dienst möcht ich gern mal ein wenig gerade rücken. Die Erhöhung ist in diesen Jahr minimal mit 1,2 Prozent - die einmalige Erhöhung kommt erst nächstes Jahr.
Dazu kommt, dass viele, die in den letzten Jahren eingestellt wurden in untere Lohngruppen eingruppiert wurden - man hat mit der Umstellung von BAT zu TVÖD diese Gruppen neu geordnet. So bin ich in einer Gruppe gelandet, die an sich bedeutet, dass man keine Ausbildung hat. Stimmt zwar bei mir, was Verwaltung angeht - aber ohne eine Ausbildung im kfm. Bereich hätte ich die Arbeit ja nun auch nicht bekommen. Hinzu kommt, dass ich mittlerweile einige Aufgaben mehr übernommen hatte - aber die alle zählen zu typischen Schreibdienstarbeiten und somit hängt damit auch keine Höhergruppierung zusammen. Mehr Arbeit, mehr Verantwortung durfte ich übernehmen, profitieren darf ich aber nicht finanziell....
__________________ die Sonne scheint auch hinter Wolken
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29.03.2010 19:00 |
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Marliese37

sehr aktives Mitglied
 
Dabei seit: 25.07.2003
Beiträge: 636
Ihr System: WIN XP
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| Eigentlich ist es doch ganz logisch, ... |
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je weniger man verdient, desto weniger kann man ausgeben. Was kann denn eine Familie, deren Hauptverdiener sich mit einem 1-Euro-Job begnügen muss, zum Wirtschaftsaufschwung beitragen? Nichts!
Sie kämpft sozusagen ums Überleben.
Jeder Manager ist einfach kurzsichtig, wenn er seine Mitarbeiter nicht ihrer Leistung entsprechend entlohnt.
Der Verdienst im öffentliche Dienst war vor allem in den unteren Gehaltsgruppen noch nie übermäßig großzügig. Aber man konnte davon leben. Und für die Sicherheit des Arbeitsplatzes nahm man gerne einiges in Kauf.
Heute als Rentnerin geht es mir verhältnismäßig gut.
Was mich am meisten stört ist, dass man sich auf die uns Regierenden nicht verlassen kann. Dazu zähle ich auch die Laufzeitverlängerung unserer alten Atom-Mailer. Als von der rot-grünen Regierung vor Jahren beschlossen wurde, dass man aus der Kernenergie aussteigen wird, war ich sehr erleichtert. Dass jedoch dieser Beschluss nicht das Schwarze unterm Fingernagel wert war, hat mich sehr, sehr enttäuscht.
Dabei weiß man noch nicht einmal, wohin mit dem atomaren Abfall.
Vermutlich muss zuerst etwas ganz Schlimmes passieren, ehe man sich besinnt.
Entschuldigt, ihr Lieben, ich bin mal wieder abgeschweift.
Einen schönen Tag und lieben Gruß von
Marliese aus dem Schreinerdorf
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30.03.2010 13:24 |
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